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| : Das internationale Grabungsteam um Prof. Dr. Manfred Korfmann fand ein Siegel mit luvischen Schriftzeichen. Wahrscheinlich war Troia VI (ca. 1700-1250 v. Chr.), das Troia Homers, identisch mit der hethitischen Vasallenstadt "Wilusa". | ![]() |
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| : Troia (Nordwesttürkei,
am Eingang der Dardanellen) ist eine der ältesten und berühmtesten
archäologischen Fundstellen, die in zwei Grabungsserien (1871 und 1894)
durch Nach 50-jähriger Pause wurden die Ausgrabungen in Troia unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Korfmann von der |
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| : Hisarlík. Die einen nennen sie "die Ruine einer Ruine", die anderen den "Schicksalsberg der Archäologie". |
| : Wenngleich dies überspitzt formuliert
ist, so haben doch beide Recht, denn aus den archäologischen Anfangssünden,
die der von einer Idee besessene "Dilettant" |
Die früheren Ausgrabungen in Troia in insgesamt 16 Kampagnen (Schliemann und Wilhelm Dörpfeld 1871 bis 1894, Carl W. Blegen von 1932 bis 1938) ergaben die nahezu lückenlose Aufeinanderfolge von Siedlungen aus mehr als 3000 Jahren, von der frühen Bronzezeit bis zum Ende des römischen Imperiums. Sie spiegeln die wechselhafte Geschichte dieses strategisch wichtigen Siedlungsplatzes an der Nahtstelle zweier Kontinente und zweier Meere wider. | Im Jahr 1988 - das Bild zeigt eine Luftaufnahme aus dem gleichen Jahr - begann die neue Grabungsserie des international besetzten Troia-Projekts der Universität Tübingen unter Leitung des Prähistorikers Manfred Korfmann. Ziel ist allerdings nicht die Suche nach Schätzen oder der Beweis für den Troianischen Krieg der Ilias Homers, sondern die Überprüfung und Erweiterung der früheren Ergebnisse mit den modernen Methoden der heutigen Archäologie. |
| : Beigaben aus Grab 21 des Friedhofs
in der Besik-Bucht, dem Hafen von Troia (um 1300 v. Chr.). Das mykenische Gefäß, eventuell eine lokale Imitation, und der Schmuck aus Gold, Glasfritte, Karneol und Ton zeigen den Reichtum und die weitreichenden Beziehungen der hier Bestatteten. |
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| : Neben der Detailuntersuchung des bekannten Burgbergs bildet die Suche nach der südlich davon vermuteten so genannten Unterstadt einen weiteren Schwerpunkt des neuen Troia-Projekts. | Auf einer etwa 50 Hektar großen
Fläche werden Methoden der geophysikalischen Prospektion eingesetzt, um eventuell unter der Oberfläche verborgene Baustrukturen "sichtbar" zu machen. |
Dabei erfassen sorgfältige Messungen
des Erdmagnetfeldes Störungen, die durch menschliche Bodeneingriffe
wie Gräben, Mauern und Öfen hervorgerufen werden (Bild unten). |
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: Geophysikalische Prospektion.
Wie im Röntgenbild wird die dem Auge verborgene Unterstadt des hellenistisch / römischen Ilion (Troia IX) mit ihrem rechtwinkligen Straßensystem sichtbar. Darunter die geschwungene Linienführung eines Verteidigungsgrabens aus der Spätbronzezeit (Troia VI, hier rot gekennzeichnet). |
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| : Aus der Luft und am Boden.
Die Deutung der gemessenen Strukturen wird durch gezielte Grabungssondagen bestätigt: Links der Verlauf des Troia VI-Grabens und eine Toranlage, rechts ein Stück römische Straße. |
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: Projektleitung Prof. Dr. Manfred Korfmann (links im Bild) : Kontakt Sept. - Mai Redaktion der Studia Troica "Freunde von Troia": Universität Tübingen Institut für Ur- und Frühgeschichte, Projekt Troia Schloss Hohentübingen D-72070 Tübingen Tel. ++49-(0)70 71 / 29 74 394 Fax ++49-(0)70 71 / 29 52 69 |
: Publikationen. Jahresschrift
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