Braunschweig
: Braunschweig, 14.Juli bis 14.Oktober 2001 - Traum und Festival. Am Standort Braunschweig wurde ein beträchtlicher Teil der konzeptionellen Arbeit für die Ausstellung Troia - Traum und Wirklichkeit geleistet. Die Gesamtschau mit ihren vielfältigen Einzelaspekten ist hier auf zwei Spielstationen verteilt: Das Herzog Anton Ulrich-Museum mit der Burg Dankwarderode und das Braunschweigische Landesmuseum.
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Festival
: Symposion
Begleitend zur Ausstellung "Troia – Traum und Wirklichkeit" findet in Kooperation mit der Technischen Universität Braunschweig (Seminar für Deutsche Sprache und

Literatur / Historisches Seminar / Institut für Kunstgeschichte) und der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft ein öffentliches Symposion statt, das der Frage der Rezeption des wirkungsmächtigen Mythos von Troia ebenso nachgeht, wie es die Epen von Homer auf den Prüfstand historischer Quellenkritik stellt.

Das Symposion soll das, was in der Ausstellung gezeigt werden wird, vertiefen und neue Aspekte der Forschung im lebendigen Austausch der verschiedenen Fachdisziplinen, die sich auf unterschiedliche Weise mit "Geschichten"um Troia auseinandersetzen, aufzeigen.
mehr: Landemuseum online
Die Veranstalter in Braunschweig haben die erfolgreiche und zuerst in Stuttgart gezeigte Ausstellung durch zusätzliche Aktivitäten noch erweitern können. So bieten die Braunschweiger Ausstellungsmacher neben einem 224seitigen, mit vielen Abbildungen versehenen, speziell für die Präsentation in Braunschweig konzipierten Ausstellungsführer auch das museumspädagogische Begleitheft "Troia für Kinder"an.
Der Domplatz hat sich in ein Grabungscamp verwandelt. Unter fachkundiger museumspädagogischer Anleitung können Kinder selbst graben und erfahren, wie "richtige" archäologische Ausgrabungen durchgeführt werden.
Vom Kulturinstitut der Stadt Braunschweig wird das kulturell hochrangige Festival "Troia – Traum und Wirklichkeit" veranstaltet: Zahlreiche Auftragsproduktionen und Gastspiele thematisieren die Archäologie, den Mythos und die Geschichte Troias.

Sie werden auf den unterschiedlichsten Bühnen der Stadt zu sehen sein. Aber auch in der Ausstellung präsentieren sich zusätzliche Highlights: In den Abteilungen zur Rezeption des Troiamythos (zu sehen als Teil 1 bis 7 der Ausstellung im Herzog Anton Ulrich-Museum / Burg Dankwarderode) sind herausragende Leihgaben, die in Stuttgart nicht zu sehen waren - u.a.
niederländische Gemälde des 17. Jahrhunderts und international bedeutende Handschriften des Späten Mittelalters -, ausgestellt. Sie kommen aus Handschriftensammlungen in Bern und Genf sowie aus Madrid. Letztere gehört zur Bibliothek des Escorial und ist bisher noch nie außerhalb Spaniens präsentiert worden.
Im Braunschweigischen Landesmuseum (Vieweghaus) befinden sich die Abteilungen 8 bis 12. Auch dieser Ausstellungsbereich wurde wesentlich erweitert.

So wird in Zusammenarbeit mit dem Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte SMPK der "Schatz des Priamos" im Rahmen der Rezeptions- und Grabungsgeschichte gezeigt. Mit Unterstützung des Schliemann Museums in Ankershagen konnte die Präsentation zum Thema Heinrich Schliemann erweitert werden. Neu im Bereich der Rezeptionsgeschichte Troias im 20. Jahrhundert ist ein zukunftsorientiertes Anwendungsbeispiel griechischer Mythologie: Die Welt der Planeten und das Projekt "Rosetta-Lander" vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Braunschweig.
Insgesamt zeigt sich die Ausstellung mit einer erweiterten didaktischen Konzeption und visualisiert mit traditionellen und neuen Medien troianische Träume und Wirklichkeiten.
: Traum und Wirklichkeit, vom sagenhaften Troianischen Krieg bis zur Verarbeitung des mythischen Stoffes in unserer Zeit
: Herzog Anton Ulrich-Museum / Burg Dankwarderode. Von der Zeit Homers bis zur Neuzeit. Der Rundgang durch die Ausstellung beginnt in der Burg Dankwarderode. Das erste Bild [1] ist der Landschaft gewidmet. Es zeigt die Troas als einen mythischen und historischen Ort. Der geographischen Einstimmung folgt ein Raum [2], der Homer gewidmet ist, jenem Dichter, der als erster für uns fassbar, dem Mythos eine sprachliche Form gab. Die folgenden Räume und Bilder sind der Rezeption des Troia-Mythos von der Antike [3+4] über das Mittelalter [5] und die frühe Neuzeit [6], bis hin zur Zeit Schliemanns gewidmet [7].
: Braunschweigisches Landesmuseum, Archäologie bis zum Mythos Troia im 20. Jahrhundert. Im Braunschweigischen Landesmuseum wird das reale Troia behandelt. Von der Ausgrabungsgeschichte bis zu den spektakulären Neufunden der letzten 20 Jahre wird hier Troia für den Betrachter lebendig. Der Besucher begegnet dabei dem völlig neuen Bild einer großartigen Stadt Anatoliens. Der Mythos verwandelt sich dabei in Realität: Seit der Suche Schliemanns nach Troia wurde der Hügel von Hisarlik zu einem "Schicksalsberg der Archäologie". Dies belegen Dokumentationen über die ersten Ausgrabungen bis hin zu den modernsten Grabungsmethoden in Abteilung 8.

Ein Rundgang durch Troia in den Abteilungen 9 und 10 veranschaulicht aber nicht nur mit Modellen, Grundrissen, Karten und Monitoren die aktuellen Ausgrabungen durch Professor Korfmann und sein Team: Das Gold von Troia leuchtet auf in den Schatzfunden und im Schmuck seiner Bewohner, Architekturteile belegen den Glanz der Bauten - und Alltagsgegenstände aus Keramik, Metall und Knochen holen das Leben der Troianer herein in unsere Gegenwart. Auch die ersten Schriftfunde sind zum ersten Mal ausgestellt.

Das Ende Troias - inszeniert in einem symbolischen Brand (Abteilung 11) - bedeutete einen künstlerischen Beginn: das Parisurteil, die schöne Helena, Achill und Laokoon nehmen Gestalt an durch Künstler wie Auguste Renoir, Franz von Stuck, Gerhard Marcks, Horst Janssen und Installationen heutiger Zeit, in Literatur, Theater und Musik bis hin zu den modernen Medien und Produkten des 21. Jahrhunderts.
: Sponsoren der Ausstellung












: Medienpartner







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