Troia VR
Eine Zeitreise: Zurück in die Zeit des Königs Priamos durch Troia streifen, heldenhafte Kämpfe zwischen Hektor und Achill an den Originalschauplätzen erleben - etwa ein Traum, der nie in Erfüllung geht? Die Geschichte über den Kampf um Troia beruht auf den bedeutenden Werken "Ilias" (um 730 v. Chr.) und "Odyssee" (um 700 v. Chr.) von
Homer, dem überragenden Dichter der Antike. Die berühmten Kämpfe um Troia sind leider in den Bereich der Dichtung zu verweisen. Troia wurde nicht einmal durch den berühmten Troianischen Krieg, sondern mehrmals aus vielfältigen natürlichen und gesellschaftlichen Ursachen zerstört. Diese und andere Erkenntnisse verdanken wir den Arbeiten des interdisziplinären Troia-Projektes unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Korfmann vom Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen.
: Konzeptstudie einer immersiven Navigationsumgebung für das virtuelle Troia, einem Gemeinschaftsvorhaben der ART+COM mit dem Troia-Projekt der Universität Tübingen: Studie im Rahmen des Projektes "Virtuelle Archäologie" der ART+COM
Medientechnologie und Gestaltung AG, Berlin

Das Bild oben rechts zeigt eine 120 Grad-Installation, in der der Betrachter vollkommen in die Szenerie eintaucht. Der Benutzer am touchsensitiven Interface steuert die
Szenerie. Derjenige, der das Interface bedient, bestimmt auch die Handlung und kann auf Wünsche der nicht am Interface Stehenden eingehen. Durch vertikale Verschiebung des gesamten Interfaces nach oben oder unten "reist" der Nutzer durch die Zeit, wobei die Epochen und Daten an der "Zeitstele" interaktiv angezeigt

werden. Mittels eines Trackballs kann der Besucher die Stadt erkunden und sich frei zu den für ihn interessanten Stellen bewegen.

Im Rahmen der Wanderausstellung "Troia - Traum und Wirklichkeit" wird das virtuelle Troia erstmals vom 16. November - 17. Februar 2001 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland öffentlich präsentiert.
Bundeskunsthalle
: Im rechten oberen Bereich des Interfaces wird die Szenerie eingeblendet, die auch auf der Projektionsleinwand zu sehen ist.

Auf dem Interface werden jedoch zusätzliche kontextsensitive Informationen zu den sichtbaren Gebäuden und Objekten dargestellt (linker Bereich), die per Fingerdruck abgerufen werden können. So kann der "Zeitreisende" interaktiv die ihn interessierende Schicht Troias aufrufen. Im daneben dargestellten Stadtplan kann sich der Benutzer per Fingerzeig durch die Stadt bewegen.



©by ART+COM, Berlin

: Durch die Nutzung modernster Satellitenaufnahmen kann auch die nähere und weitere Umgebung des antiken Troia im entsprechenden Kontext dargestellt werden. Besucher, die mit diesem System ins antike Troia einsteigen, können interaktiv

Informationen zu archäologisch relevanten Themen und neueste Grabungsergebnisse im rekonstruierten Kontext abfragen. Aus dem erzeugten virtuellen Abbild der archäologischen Arbeit bzw. der Grabung ist es dem Archäologen

möglich, ohne größeren Aufwand ein Präsentationsmodell seiner Erkenntnisse zu erzeugen, welches in Museen, auf Ausstellungen und in der Ausbildung eingesetzt werden kann.

: Kontakt

ART+COM online
info@artcom.de


Geschäftsbereich
Exhibition Systems
Tel. +49(0)30 / 21 00 10
Fax +49(0)30 / 21 00 15 55

ART+COM AG
Kleiststraße 23-26
D-10787 Berlin
Germany
Projektleitung:
Steffen Kirchner

Ansprechpartner Exhibition Systems:
Joachim Sauter

: Pressemitteilung (Auszug)
Virtuelle Archäologie: Troia zu neuem Leben erwecken. Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Unter Federführung der in Berlin ansässigen ART+COM Medientechnologie nahmen das Troia-Projekt der Universität Tübingen, die Abteilung Kairo des Deutschen Archäologischen Instituts sowie die ixl-AG als Spezialist für

Satellitenfernerkundung gemeinsam an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgeschriebenen "Ideenwettbewerb Virtuelle und Erweiterte Realität" mit großem Erfolg teil. Generelles Ziel des eingereichten Projekts "Virtuelle Archäologie" ist es, mit Hilfe von Virtual-Reality-Techniken Wissenschaftlern und Öffentlichkeit interaktive und ortsunabhängige Zugriffe auf archäologische Informationen zu ermöglichen. Diese werden für Troia von der Universität Tübingen, für das Alte Ägypten vom Deutschen Archäologischen Institut Kairo geliefert. Das Gesamtprojekt läuft über 2,5 Jahre von Februar 2001 bis Juli 2003. Die Gesamtkosten des Projektes betragen voraussichtlich DM 7,2 Mio.

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