Bonn: Rahmenprogramm
Rundgang

Zauberkunst

Lesung mit Musik

Theaterabend

Vortrag: Dieter Hertel

Vortrag: Joachim Latacz

DFG-Symposium

Lesung mit Musik f?r Kinder und Erwachsene
Vortrag: Ellen Hickmann

Vortrag: Ulrich Heinen

Danae Coulmas Lesung
: RUNDGANG DURCH DIE AUSSTELLUNG ? ?
Manfred Korfmann erl?utert Troia

Der wissenschaftliche Leiter der Troia-Ausstellung gibt aus erster Hand eine Einf?hrung in die Thematik der Ausstellung. Er erl?utert das Ausstellungskonzept und berichtet von den Ergebnissen der j?ngsten Grabungskampagnen vor Ort.
Dabei f?hrt der Weg von der Rezeption des Mythos in die unmittelbare Gegenwart der arch?ologischen Forschung.
Manfred Korfmann ist Professor f?r Ur- und Fr?h-geschichtliche Arch?ologie an der Universit?t T?bingen und leitet seit 1988 die Ausgrabungen in Troia.

Termine:
16.11. 2001, 16 Uhr
Preise:
Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Informationen:
Teilnahmekarten sind nur nach telefonischer Reservierung erh?ltlich. Sie k?nnen am Tag der Veranstaltung an der Information im Foyer abgeholt werden.
Wir bitten um fr?hzeitige telefonische Anmeldung beim P?dagogischen Dienst:
Tel. 02 28 / 91 71 291

: ZAUBERKUNST IN DER AUSSTELLUNG ? ?
Crato ist der Zauberer von Troia

Der Zauberer Crato entf?hrt das Publikum zwischen Weihnachten und Neujahr in geheimnisvolle Welten voller Magie und verspricht seinem Publikum "das Ende der Naturgesetze". Crato hat speziell auf die Troia-Ausstellung abgestimmte Tricks und Illusionen entwickelt, die er mittels seines Zauber-Bauch-Ladens,
der kleinsten Kleinkunstb?hne der Welt, in der Ausstellung vorf?hrt.
Die Veranstaltung hat Workshopcharakter und ist unter aktiver Teilnahme des Publikums geplant.
Crato alias Berthold Schwartz aus L?neburg ist bekannt f?r seine ausgefallenen Zauberk?nste, die er je nach Anla? unter ein besonderes Motto stellt.

Termine:
26.12. bis 30.12.2001,
t?glich von 11 bis 18 Uhr
Preise:
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung

: LESUNG MIT MUSIK IN DER AUSSTELLUNG ? ?

Die Frauen von Troia k?mpfen mit ihrem Schicksal

Teil I: Sophia Schliemann antwortet ihrem Mann
Danae Coulmas (Autorin)
Volker Risch (Schauspieler)

Teil II: sempre mi - Die Frauen von Troia
Ein Rezital f?r Stimme und Akkordeon.
Isabel Binder (Rezitation)
Claudia Hornbach (Akkordeon)

Zu den ber?hmten Frauen von Troia geh?rt Sophia Schliemann, die griechische Ehefrau des Troia-Entdeckers Heinrich Schliemann. Mit einer Griechin an seiner Seite, die nicht nur sch?n und gebildet war, sondern vor allem auch seine gro?e Begeisterung f?r Homer teilen mu?te, wollte Schliemann in Troia graben. Ihr stolzes Bildnis mit Schmuck aus dem Schatz des Priamos ging damals um die ganze Welt, doch das Leben an der Seite dieses Mannes war f?r Sophia nicht leicht und schien anfangs von un?berwindbaren Konflikten bestimmt.
Die Frauen von Troia - das ist unerme?liches Leid und tiefe Trauer,

schicksalhafte Ergebenheit und w?tende Auflehnung. Texte von Euripides und Walter Jens werden mit der Musik von Georg Katzer zu einem eindringlichen Rezital ?ber Troias Fall und den Folgen f?r die Frauen verwoben. sempre mi (immer der Ton e) ist dabei das tonale Leitmotiv des St?ckes und wird als musikalischer Inbegriff der Unentrinnbarkeit Hekabe, der Gattin des Priamos, zugeordnet.
Danae Coulmas ist die Autorin von Schliemann und Sophia - Eine Liebesgeschichte (M?nchen 2001). Sie war im diplomatischen Dienst Griechenlands t?tig und lebt als Schriftstellerin und literarische ?bersetzerin in K?ln.
Volker Risch ist Schauspieler f?r Theater, H?rfunk und Fernsehproduktionen. Seine Stimme ist bekannt aus herausragenden TV-Dokumentationen.
Isabel Binder arbeitet als Schauspielerin und
Stimmp?dagogin nach Engagements am Schauspielhaus Hamburg in Frankfurt am Main. Claudia Hornbach studierte Akkordeon und Klavier in Trossingen und konzentriert sich als Solistin auf zeitgen?ssische Akkordeonmusik.

Termine:
10.01. 2002, 19 Uhr
Preise:
Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Informationen:
Reservierung notwendig:
Tel. 02 28 / 91 71 291

: THEATERABEND ? ?
Die Troerinnen leiden in Bosnien

Troerinnen - Ein Theaterst?ck f?r zwei Personen frei nach Aischylos, Euripides und Matei Visniec
Darstellerinnen: Ingrid Cannonier und Chris Nonnast
B?hne: Jutta Burkhardt
B?hnenmusik: Roderick Vanderstraeten
Regie: Richard Beck
Eine Produktion des Theaters Neuburg

Vorhang auf: Der Forum - Saal der Kunst und Ausstellungshalle wird zur Troia-Theaterb?hne. Unter der Regie von Richard Beck spielen zwei Darstellerinnen ein St?ck frei nach Motiven aus den Troerinnen des Euripides und der Orestie des Aischylos. Diesen antiken Texten werden Szenen des rum?nischen Autors Matei Visniec aus seinem B?hnenst?ck Vom K?rper der Frau als Schlachtfeld im Bosnienkrieg gegen?bergestellt. Die mi?handelten Frauen nach dem Fall von Troia und die Frage nach Schuld und S?hne spiegeln sich im Schicksal einer w?hrend des Bosnienkrieges vergewaltigten Frau wieder, die zur therapeutischen Behandlung nach Deutschland kommt.
In den drei St?cken besch?ftigen sich die Autoren mit dem Thema der
Gewalterfahrung und der ?bertragung unges?hnter Schuld an die n?chste Generation. Auf sehr unterschiedliche Weise stellen sie dar, wie sich die Gewaltspirale immer schneller dreht, wenn aus Rache und Vergeltung gepeinigte Opfer zu getriebenen T?tern werden. Auf bedr?ckend aktuelle Weise thematisiert das St?ck Troerinnen somit das scheinbar Unausweichliche des Immerwiederkehrenden.

Ingrid Cannonier & Chris Nonnast entwickelten gemeinsam mit Richard Beck das Projekt zu den Troerinnen. Nach dem Studium am Mozarteum in Wien hatte Ingrid Cannonier Engagements in Bonn, Wiesbaden und M?lheim. Zur Zeit arbeitet sie am Theater in Ingolstadt. Chris Nonnast absolvierte ihr Studium an der Staatliche Hoch-schule f?r Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart; verschiedene Engagements f?hrten sie an die B?hnen in M?nchen, Esslingen, Mainz, Konstanz und Freiburg.
Richard Beck war mehrere Jahre als Dramaturg am Theater Rampe in Stuttgart und am Schauspiel der St?dtischen B?hnen Frankfurt t?tig. Er ist freier Regisseur und arbeitet u.a f?r die Staatstheater in Stuttgart und Saarbr?cken.

Termine:
12.01.2002, 19.30 Uhr
Preise:
Eintritt: 6,- Euro / 4,- Euro, (zzgl. VVK-Geb?hr) 7,- Euro / 5,- Euro(Abendkasse)

: VORTRAG IN DER AUSSTELLUNG ? ?
Dieter Hertel zweifelt an Troia
Troia - Sage und Geschichte


Im Zeichen der ?ffentlich gef?hrten Diskussion um die j?ngsten Grabungsergebnisse in Troia und deren Interpretation soll auch die Kritikerseite zu Wort kommen: nicht im erhitzten Tenor der Auseinandersetzung der letzten Monate, sondern n?chtern und sachlich. Dieter Hertel untersucht aus seiner Sicht die arch?ologischen Befunde und w?gt die Argumente zwischen Traum und Wirklichkeit ab.
D?rfen wir heute auf die Existenz eines homerischen Troia schlie?en? Es besteht die M?glichkeit zum Gespr?ch.
Dieter Hertel ist Professor f?r Klassische Arch?ologie an der Ludwig-Maximilians-Universit?t M?nchen. Er besch?ftigt sich vornehmlich mit der r?mischen Portr?tplastik und der Arch?ologie Nordwest-Kleinasiens. Hertel kennt die Fundst?tte Troia von mehreren Grabungskampagnen und ver?ffentlichte zuletzt das Buch Troia: Arch?ologie, Geschichte, Mythos (M?nchen 2001).

Termine:
17. 01.2002, 19 Uhr
Preise:
Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Informationen:

Reservierung notwendig:
Tel. 02 28 / 91 71 291

: VORTRAG IN DER AUSSTELLUNG ? ?
Joachim Latacz interpretiert Troia als Dichtung und Wahrheit
Homer als Quelle? Reales und Fiktives in der Ilias.


War Homers Troia / Ilios eine dichterische Erfindung oder bewahrte Erinnerung? Besitzt die Erz?hlung der Ilias einen historischen Kern? Darf man Homer w?rtlich nehmen?
Joachim Latacz untersucht den Text und gelangt zu ?berraschenden Ergebnissen.
Joachim Latacz ist Professor f?r Griechische Philologie am Seminar f?r Klassische Philologie der Universit?t Basel und Mitherausgeber der Studia Troica. 2001 erschien sein Buch Troia und Homer Der Weg zur L?sung eines alten R?tsels.

Termine:
31.01.2002, 19 Uhr
Preise:
Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Informationen:
Reservierung notwendig:
Tel. 02 28 / 91 71 291

: DFG-SYMPOSIUM ? ?
?ber Troia hinaus
Arch?ologische Forschung im internationalen Feld:
Kulturpolitik und Wissenschaftsf?rderung

Das in Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) veranstaltete Symposium wird die Bedeutung deutscher Arch?ologie im Ausland, ihren Beitrag f?r die ausw?rtige Kulturpolitik und ihre Stellung in der Wissenschaftsf?rderung neu beleuchten.
In Vortr?gen zu den Referenten geh?ren die beiden Leibniz-Preistr?ger Prof. Maul und Prof. Parzinger - und einer sich
anschlie?enden Podiumsdiskussion werden Wissenschaftler und Vertreter aus Politik und Wirtschaft diese spannende und hochaktuelle Thematik von verschiedenen Blickwinkeln und vor dem Hintergrund der beiden in der Bundeskunsthalle gezeigten Ausstellungen zu Troia und den Hethitern diskutieren.
Den Eingangsvortrag wird Prof. Korfmann halten, der wissenschaftlicher Leiter der Troia-Ausstellung ist und dessen aktuelle Grabungen in Troia von der DFG als langfristiges Unternehmen gef?rdert werden .
Das aktuelle Programm entnehmen Sie bitte einem gesonderten Informationsblatt und www.dfg.de.

Veranstaltungsort:
Im Forum - Saal
Termine:

02.02.2002, ganzt?gig ab 10.30 Uhr
Preise:
Die Eintrittskarte zur Ausstellung berechtigt gleichzeitig zur Teilnahme am Kongre?.




: LESUNG MIT MUSIK F?R KINDER UND ERWACHSENE ? ?
Walter Jens liest seine Ilias

Der bekannte Publizist Walter Jens liest aus seiner Nacherz?hlung der Ilias, mit der seit 1956 mehrere Generationen erstmals in die Welt des Homerischen Mythos eingef?hrt wurden. Das Buch erz?hlt in zeitgem??er Sprache von den G?ttern und Helden im Kampf um die sagenhafte Stadt Troia und vom listenreichen Odysseus, dem die Eroberung mit einem Trick gelingt. Die noch heute faszinierenden, zeittypischen Illustrationen von Alice und Martin Provensen haben das Bild im Kopf von Troia entscheidend bestimmt und sollen daher auch auf der B?hne als szenische Kulisse der Lesung dienen.
Walter Jens lehrte als Professor Klassische Philologie und Rhetorik in T?bingen und war nach seiner Emeritierung Pr?sident der Berliner Akademie der Wissenschaften.
Als kritische Stimme und kluger Kopf bekannt, meldete er sich bei zahlreichen ?ffentlichen Debatten der letzten Jahrzehnte immer wieder mahnend zu Wort. Aufkl?rerisch forderte er in unz?hligen Essays und Leitartikeln mehr Demokratie und Zivilcourage ein. Seine Ilias-Nacherz?hlung ist im Otto Maier Verlag Ravensburg erschienen.
Claudio Puntin umrahmt und umspielt mit seiner Klarinette die einzelnen Abschnitte der Lesung. Auf den Gebieten der klassischen Musik und des Jazz gleicherma?en zu Hause, gilt der Schweizer Puntin mittlerweile als einer der herausragenden europ?ischen Solisten auf Klarinette und Ba?klarinette und wirkt in zahlreichen gattungs?bergreifenden Musikprojekten mit.

Weitere Informationen unter
www.puntin.de

Veranstaltungsort:
Im Forum - Saal
Termine:
03.02.2002, 11 Uhr
Preise:
Eintritt: 4,- Euro / erm??igt f?r Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: 2 Euro (zzgl. VVK-Geb?hr)

: VORTRAG MIT MUSIKBEISPIELEN IN DER AUSSTELLUNG ? ?
Ellen Hickmann instrumentiert Troia - Troia klingt

Musik und Tanz hat es mit Sicherheit im alten Troia gegeben, und zwar zu den Zeiten aller elf Besiedlungsschichten. In den fr?hen Perioden m?gen Einfl?sse aus Mesopotamien und dem fr?hen ?gypten wirksam gewesen sein - ?ber die Musik dieser Kulturen ist viel geforscht worden, zahlreiche Ergebnisse d?rfen als gesichert gelten. Zur Zeit Homers wird die Musik, die der Dicher so lebhaft beschreibt, in Troia erklungen sein.
Musikarch?ologische Zeugnisse aus griechischer und r?mischer Zeit wurden in Troia gefunden. Sp?ter spielte der antike Sagenschatz eine bedeutende Rolle bei der Entstehung der Oper im Europa der fr?hen Neuzeit. Der Vortrag widmet sich zun?chst den antiken Kl?ngen, folgt dann dem roten Faden der Rezeptionsgeschichte und setzt sich auf diese Weise inhaltlich mit der Ausstellung auseinander.
Ellen Hickmann ist Professorin an der Hochschule f?r Musik und Theater in Hannover und Vorsitzende der International Study Group on Music Archeology.

Termine:
07.02.2002, 19 Uhr
Preise:
Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Informationen:
Reservierung notwendig:
Tel. 02 28 / 91 71 291

: VORTRAG IN DER AUSSTELLUNG ? ?
Ulrich Heinen politisiert den Troia-Fl?chtling Aeneas
Vergils Aeneis und die Folgen f?r Europa

Bis um 1800 bewahrte Vergils popul?re Sage vom Troia-Fl?chtling Aeneas die Erinnerung und das Interesse am Schicksal Troias und war neben der Bibel eines der
meistgelesenen Werke der europ?isch gepr?gten Welt.
Vergils Strategie zu Begr?ndung und Durchsetzung einer globalen Weltfriedensordnung lebt bis heute fort.

Ulrich Heinen lehrt Gestaltungstechnik an der Bergischen Universit?t Wuppertal.
Termine:
14.02.2001, 14 Uhr
Preise:
Die Teilnahme ist kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung
Informationen:
Reservierung notwendig:
Tel. 02 28 / 91 7191
: DANAE COULMAS LESUNG ? ?
Schliemann und Sophia - Eine Liebesgeschichte
in Kooperation mit Haus der Sprache und Literatur Bonn

Das Bild ist weltber?hmt: Sophia Schliemann in Troia, geschm?ckt mit dem "Schatz des Priamos". Doch Sophia war mehr als nur die sch?ne
Griechin an der Seite des Troia-Entdeckers. Danae Coulmas, eine geb?rtige Griechin, die ihr Land viele Jahre in Deutschland als Diplomatin vertreten hat, liest aus ihrem Buch "Schliemann und Sophia - Eine Liebesgeschichte" und erz?hlt die Biographie dieses ungew?hnlichen Paares, das Geschichte gemacht hat.

Veranstaltungsort:
im Forum
Termine:

27.11.2001, 19 Uhr
Preise:
DM 12,- / DM 10,- (zzgl. VVK-Geb?hren) DM 15,- / DM 12,- (Abendkasse)
Informationen:
Tel. 02 28 / 91 71 225

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